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"Die Rolle der Magie entspricht der Anziehung
einer Sache durch eine andere aufgrund ihrer natürlichen Ähnlichkeit"
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Als gelehrter Humanist und
Übersetzer des Magiers Hermes erscheint Marsilio Ficino als
Vorreiter der astralen Magie
in der Renaissance.
1480 verfasst er die
Schrift "De Vita". Darin beschreibt er, wie sich natürliche
Gegenstände dazu verwenden lassen, die Kräfte des Himmels zu nutzen.
Um beispielsweise von der heilenden Wirkung der Sonne profitieren zu
können, empfiehlt er die Verwendung von goldenen oder gelblichen
Stoffen, wie z. B. Bernstein, Honig oder Safran. Das gesamte Werk
handelt von Heilmittel gegen diverse Leiden, wie z. B.
Schlaflosigkeit oder Leberschmerzen,
mithilfe der astralen und magischen Medizin.
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Von einem theoretischen Standpunkt
aus betrachtet übernimmt Ficino das Konzept der Welt, wie es
im Picatrix beschrieben ist. Er fügt lediglich hinzu, dass in jedem
natürlichen Ding der Spiritus (Geist) eines Sterns enthalten
ist. Aus diesem Grund verurteilt
der Philosoph die Dämonologie und tritt als Botschafter der natürlichen Magie auf: "die Natur
ist überall Magie".
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In seiner Schrift über die Magie mit dem Titel "De Vita
Coelius Comparanda" beschreibt Marsilio Ficino die Herstellung und Verwendung
astraler Bilder. Wie schon bei Hermes bilden die freundlichen und
feindlichen Wechselbeziehungen auch bei Ficino den Schlüssel zur Astrologie und Magie.
Dabei gilt es, alle Zeichen und Eigenschaften eines
Sterns auf einen Talisman zu übertragen, um die positiven
astralen Kräfte auf sich zu lenken. Zusätzlich empfiehlt Ficino
das Verbrennen von Weihrauch. Eine Liste der Wechselbeziehungen
zwischen Sternen und
Düften findet sich bei Agrippa. Schließlich fügt der Humanist noch hinzu, dass
sich die magische Kraft des Talismans mithilfe von Musik verstärken lässt und
empfiehlt in diesem Zusammenhang eine orphische Hymne.
Hierzu zwei Beispiele:
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Den drei Dekanen des Widders sind folgende Bilder zugeordnet:
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"Homo senex in altiore cathedra sedens vel dracone,
caput tectus panno quodam lineo fusco, manus supra caput erigens,
falcem manutens aut
pisces, fusca indutus veste "
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"Ein alter Mann, der auf einem
erhöhten Thron oder einem Drachen sitzt, der eine Haube aus dunklem
Leinen auf dem Kopf trägt. Der Mann hat eine Hand über den Kopf
erhoben, in der er eine Sense oder einen Fisch hält,
der ein dunkles Kleidungsstück trägt."
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Für
ein langes und glückliches Leben: Graviere das Bild Jupiters
in einen weißen
und durchsichtigen Stein:
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"Homo sedens super aquilam vel draconem
coronatus croceam induto vestem"
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"Ein gekrönter Mann auf einem Adler oder einem Drachen, der mit einem gelben Gewand bekleidet ist"
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